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Page Background B&G Maschinenhandel GmbH Gewerbering 26 - 48734 Reken Tel.: 02864 / 88 682 - 0 Fax: 02864 / 88 682 - 10 Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 7 - 18 Uhr Samstags: 9 - 12 Uhr und nach Vereinbarung Verkauf von Elektromaschinen und Handwerkzeugen direkt in Bahnhof Reken. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! www.maschinenprofi.de info@maschinenprofi.de

Kiek äs!

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GEMEINDE BERICHTE

Auch in einer ländlich geprägten

KommunewieRekenmitrund14.500

Einwohnern macht sich die Bevölke-

rung verständlicherweise Sorgen

über den immensen Zustrom an

Flüchtlingen. 127 erwachsene Asyl-

bewerber und 40 Minderjährige

(Stand 1. Februar) wohnen derzeit in

der beschaulichenMühlengemeinde,

nach einem dezentralen Raster auf-

geteilt auf alle fünf Ortsteile in

diversen Wohnhäusern und Unter-

künften mit möglichst nicht mehr als

20 Personen. Dazu kommt noch ein

Kontingent von 158, zumeist nicht

voll ausgeschöpften Plätzen in der

Landeseinrichtung „Notunterkunft

Frankenhof“. Dass es unter den Re-

kener Bürgerinnen und Bürgern eine

ganz normale und diffuse Angst vor

dem Unbekannten sowie vor mög-

lichen Veränderungen im gesell-

schaftlichen Miteinander gibt, wird

auf einem Infoabend der Gemeinde

zur aktuellen Flüchtlingssituation

deutlich.

Unverkennbar ist aber auch, dass

unter den rund 600Besuchern imvoll

besetzten RekenForum ein Klima der

Hilfsbereitschaft vorherrscht. Rassis-

mus ist in keinster Weise ein Thema.

Die überwiegende Mehrzahl der An-

wesenden bringt vielmehr die Vor-

dringlichkeit einer raschen Eingliede-

rung der zugewiesenen Menschen

zum Ausdruck – Mitgefühl und Berei-

cherung anstelle von Ablehnung und

Aversion. „Es gibt nichts Schlimmeres

als Halbwahrheiten und Gerüchte,

die sich hinter vorgehaltenen Hän-

den verbreiten und die Realitäten auf

den Kopf stellen. Deshalb wollen wir

heute für durchgehende Transparenz

sorgen und alle Fragen im Zusam-

menhang mit den in Reken lebenden

Asylbewerbern beantworten“, stellt

Bürgermeister Manuel Deitert zu Be-

ginn der Veranstaltung fest.

Nach einer Schilderung des aktu-

ellen Sachstandes unterstreicht er die

Bemühungen der Verwaltung in Rich-

tung einer gemeindeweiten Unter-

bringung der Flüchtlinge, einer

angemessenen Versorgung, einer

möglichst schnellen Überwindung

der Sprachbarrieren und einer Ver-

zahnung mit Behörden, Institutionen

und ehrenamtlichen Organisationen

zur raschen Integration der größten-

teils aus Kriegsgebieten geflüchteten

Menschen. Im Verlauf einer ausgie-

bigen Fragerunde berichtet der Re-

kener Sozialamtsleiter Rainer Wies-

ner, dass einem Asylbewerber pro

Monat 330 Euro zur freien Verfügung

stehen und Klaus Dörschlag als Leiter

der Polizeiwache Borken betont, dass

die Kriminalitätsrate im ganzen Kreis

„Integration durch Hilfe

im Kleinen“

Nach der einleitenden Fragerunde klären die Vertreter der teilnehmenden Organisationen,

Behörden und Bürgerinitiativen an eigenen Markständen über ihre Aufgaben, Ziele und

Möglichkeiten bei der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik auf.